5. Dezember 2009

Canadian Ski-Instructor Level 1

So, der Stress ist vorbei, das Bueffeln und Skifahren hat sich gelohnt - ich hab den Ski-Instructor Level 1-Course hier in Sunshine Village gemacht und bestanden. D.h. ich darf jetzt alle von "noch nie auf den Ski gestanden" unterrichten, bis diese "parallel" eine blaue - rote Piste (hier in Kanada gruen und blau) herunterfahren koennen. Wenn ich den Level 2 mache (was ich vor habe), dann habe ich einen internationalen Schein und kann auch ausserhalb Kanadas unterrichten. Dafuer muss ich aber noch etwas fleissiger sein und viel Skifahren... Was mir ja auch soooo schwer faellt :-)

Samstag 5. Dezember 2009

Ein seltsames Gefuehl ist das, wenn man weiss, dass der eigene Musikverein gerade, in dem Moment, am Abend in der Heimat, das Weihnachtskonzert hat. Wenn man die Dekoration vor Augen hat, die Lieder, die gespielt werden, die stahlenden Gesichter.... Die Jugendkapelle, die bestimmt aufgeregt ist und man weiss, dass fast das ganze Dorf versammelt ist um zuzuhoeren. Ich bin in Gedanken bei meinen Musikern und wuerd ja sooo gern mitspielen. Mein Tag heute ist eher gemuetlich und unspektakulaer aber ich hoffe doch, dass das Konzert fuer Musiker und die Zuhoerer ein Genuss und Erfolg war!
Denk an euch,
Sarah

16. November 2009

First day in the snow





Ok, Wir haben uns heute morgen auf nach Sunshine Village gemacht, leider ohne einen einzigen Sonnenstrahl, aber dafuer haben wir umso mehr gestrahlt *g. Diese Art von Schnee kenne ich ja so noch nicht und ich muss sagen - genial - beeindruckend - spannend und ich kanns kaum erwarten morgen schon wieder auf den Skiern zu stehen. Ich bin mit Annette und Kelly (Arbeitskolleginnen von Sebastian) unterwegs gewesen und wir sind ein gutes Team. Selbst ohne Sicht und mit Schnee im Gesicht hatten wir jedemenge Spass. Das beste ist aber, dass man nicht morgens um 4Uhr aufstehen muss, dann 3h Richtung Oesterreich fahren um dann endlich auf die Piste zu koennen. Es ist fantastisch, man faehrt nur 15min bis in eines der 3 umliegenden Skigebiete.

Das Gluck hält an – Sebastian










That’s how I (incredibly) met Sebastian: (Sorry, aber das kann man nicht in einem Zweizeiler schreiben)

Mein Glück scheint wohl noch etwas anzuhalten und das verdanke ich nur einem – Sebastian. Wir hätten uns das vorher nie träumen lassen, dass wir ein Paar werden – und vor allem so schnell. Ich war immer der festen Überzeugung, dass es lange dauert, bis man verliebt ist und vor allem auch sicher ist, dass das das Richtige ist. Mehr oder weniger war das bei mir auch immer so – Es geht aber auch anders, was unsere Story euch zeigen wird.

Wie schon geschrieben, haben wir uns über ein Forum, indem man sich über Möglichkeiten in Kanada etc. unterhalten kann, kennengelernt. Wir haben sozusagen monatelang miteinander geschrieben, telefoniert (die letzten Wochen vor Abflug viel intensiver noch) und uns ausgetauscht –wie Freunde eben.

Aber Leute, als ich Sebastian dann das erste Mal wirklich in „echt“ vor mir stehen sah, da wusste ich, dass WIR vermutlich nicht nur normale Freunde sein können. Das Beste ist ja – ihm ging und geht es kein bisschen anders. Wir haben uns ineinander verliebt und es fühlt sich verdammt gut an.

Ich lebe seit 4 Wochen hier und es sind bisher die schönsten, aber auch einfachsten (normal leben, einkaufen, essen, Sport machen, bissel was sehen, spazierengehen, Filme schauen, lachen, trinken, etc.) Wochen, die ich mir für den Anfang von Kanada vorstellen kann.

Ich hatte dieses Gefühl noch nie so intensiv und so überwaeltigend und bin so froh, dass wir uns gefunden haben, ohne danach gesucht zu haben. Diese Sicherheit, dieses Gefühl von Heimat, das man hat, wenn man auch nur an den anderen denkt. Das bedingungslose Vertrauen, das Verständnis für die Träume und Leidenschaften des anderen und die Gewissheit, dass keine Spielchen gespielt werden. Es gibt keinen Wettkampf zwischen uns, wir empfinden gleich, und es hat uns gleichermaßen zur gleichen Zeit erwischt. Ist das nicht unglaublich?

Und das Beste ist, Sebastian ist zufrieden, er ist einfach ein zufriedener Mensch, er strahlt Ruhe und Ausgeglichenheit aus und meckert nicht über alles, klar regt er sich mal auf, aber eher aus Spaß. Man merkt einfach, dass er sein Leben lebt und nicht jammert. Wir necken uns sehr oft, schauen uns an, lachen und denken so oft an die Skypenächte zurück und dass wir damals nie gedacht hätten, dass man sich in „echt“ NOCH besser verstehen kann. Er fasziniert mich, auch weil er einen Traum hat, für den er kämpfen wird (Film studieren).

Er versteht, wie wichtig mir die Fotografie ist und ich kann nachempfinden, wie es ist, wenn man einen Film (oder ein Foto) gemacht hat und als erstes den PC anschaltet bzw. alles stehen und liegen lässt wenn man nach Hause kommt, um es zu begutachten und natürlich zu bearbeiten. Er möchte im Bereich Cinematographie und Filmschnitt arbeiten und wir sind bereits dran, die Bewerbungen für die Filmhochschulen fertig zu machen.

Sebastian ist nicht nur verdammt lieb, witzig, interessant, lebenslustig, aufgeschlossen, ehrgeizig, intelligent, sondern er ist auch noch grösser als ich *g (was so toll ist, wenn man durch die Straßen läuft, sich anlehnen kann…) und er hat eine unglaubliche Ausstrahlung (was ich euch leider schlecht zeigen kann, da er Fotos von sich hasst). Sehr schade für mich, da ich immer hoffe, einen guten Shot von ihm zu bekommen.


Tja und für alle Frauen: Sebastian mag Tee mit Honig – jetzt kommt's – besonders Pfefferminztee… welcher Mann tut das? Also ich kenne keinen. Er liebt gesundes Essen und läuft am schmutzigen Spiegel oder dreckigem Geschirr nicht vorbei. Er hat einen besseren Geschmack, was Kleidung angeht, als ich (wobei das keine Kunst ist :-) ); nein im Ernst, er sieht einfach toll aus, auch wenn es nicht einfach ist, mit ihm ne Jeans kaufen zu gehen (die muss schon perfekt sein). Er hat Sinn für das Schoene, er liebt Musik – Kompositionen – und kann Stunden damit verbringen, den richtigen Song für einen seiner Filme zu suchen oder noch besser, er weiß auf Anhieb, welches Filmthema zu einem Song passen könnte. Es macht Spaß, ihm zuzusehen, wenn er wie gebannt in seiner Materie steckt.

Wir leben hier zusammen in einer Wohnung, da kommt die ein oder andere Macke natürlich mal raus, aber ehrlich gesagt, außer, dass auch bei uns im Bad Zeitungen liegen (insbesondere Filmzeitungen, die dann auch intensiv gelesen werden ;-)) gibt es nichts, worüber man sich aufregen müsste. Sollte ich es doch mal tun, dann isses meistens wirklich blödsinnig von mir. Ich mag gewaschenes Obst – er nicht – was soll's. Ihr seht - wenn mir sowas auffällt, dann gibt’s echt nichts anderes, was einen stören könnte. Es ist schon fast krank, wie perfekt das ist.

Er ist wie das absolut passende Gegenstück zu mir. Alles, was ich mir bei einem Mann je wünschen hätte können – jep – so albern verliebt es sich anhört – das hat er! Sogar das, worüber ich nie nachgedacht habe, weil ich es bei keinem anderen Mann je entdeckt hatte.

Wir haben schon oft darüber gesprochen, dass wir doch eigentlich mal aus diesem Fantasie-Hollywood-Traum aufwachen müssten, aber es hält an, Tag für Tag. Ach ja, auch so ein Part, den sich jede Frau wünscht – über alles reden können. Ehrlich gesagt - wir können es - diskutieren auch manchmal, fachsimpeln, sind emotional, aber oftmals ist es überhaupt nicht notwendig zu reden, weil wir wissen, was der andere sagen will.

Sebastians Freunde haben mir schon gesagt, dass sie ihn noch nie so glücklich gesehen haben und wir miteinander umgehen, als würden wir uns schon Jahre kennen, aber noch verliebt wären wie am ersten Tag. Ich hoffe mal, das wird wirklich in ein paar Jahren noch so sein. Wir werden hier schon „the lovebirds“ genannt.

Ich bin normal auch keine, die ihre Gefühle oder Meinungen in so einen Blog schreiben würde, aber ehrlich gesagt – das ist mir im Moment ziemlich egal – soll die ganze Welt erfahren, wie glücklich wir sind. Wer es doof findet, muss es ja nicht lesen – für Risiken und Nebenwirkungen übernehme ich keinerlei Haftung… und ich glaub eher, das Glück ist ansteckend, also lacht und freut euch mit jedem Tag.

Ich freu mich, wenn die Sonne scheint an einem kalten Wintertag, ich meine Kamera schnappen kann, raus gehe, den Tag genieße und Sebastian dann wecke, wenn er nach dem Nachtdienst ausgeschlafen hat.

Ach ja, by the way – ich habe einen sehr interessanten Job, der nichts mit Schnee, Grafik, Computer oder sonstigem zu tun hat – aber darüber später mehr.

PS: Ein Bild von Sebastian muss aber trotzdem hier auftauchen. Ist ja klar!

Sebastian ist gerade zur Arbeit gegangen und ich beende diesen Tag und auch Eintrag mit:

Sebastian ich danke dir, dass du in diesem Forum warst und ich dich so kennenlernen konnte. Ich danke dir, dass du mein „perfect match“ bist und ich gebe dich nicht mehr her!

Ich liebe Dich

Deine Sarah

Nachtrag: 17. November 2009 - Sebastian hat auch einen wunderschoenen Clip fuer mich gemacht, sozusagen als "digitale" Liebeserklaerung. Total schoen. Den koennt ihr euch hier natuerlich auch anschauen. Auch wenn es mein Layout sprengt, hoffe es gefaellt euch.

8. November 2009

Banff

















Ich hab ja versprochen, ein paar Bilder von Banff zu machen, dass ihr euch vorstellen koennt, wo ich hier grad so bin. Die ganzen Bilder mache ich auch endlich mit meiner neuen Kamera der Nikon D90, die ich hier in Kanada gekauft habe und fuer die ich die ziemlich lang mein Geld auf die Seite gelegt hab. Man kann sich doch einiges sparen, wenn man n guten Deal erwischt. Die Wohnung (Sebastians Wohnung) ist auch total cool, weil sie so gross ist und wir hier gut zu dritt wohnen koennen. Leider ist der Kamin nicht funktionsfaehig. Die Hausverwaltung hat das bei allen Wohnungen so gemacht, um eventuelle Braende zu verhindern... Es gibt hier natuerlich auch Leute, die mehr Party machen als sonst was, da ist diese Massnahme natuerlich verstaendlich. Fuer Weihnachten waere aber so n Kaminfeuer wirklich sehr angenehm gewesen. Naja ich hoffe ma, wir treiben wenigstens einen Baum auf!!!
Apropo Baum, als ich im Wald unterwegs war, hab ich ziemlich lang ein Squirrel (Eichhoernchen) beobachtet, wie es Nuesse gesammelt und in seinen Bau gebracht hat. Manchmal sass es auch einfach nur da und hat an was rumgenagt. Sehr praktisch fuer mich zum Fotografieren. Wirklich suess.

Halloween










Halloween ist ja soooo gross hier. Wie in Amerika natuerlich auch. Unglaublich, wie die sich hier aufbrezeln und wie viel Geld alle fuer ihre Kostueme ausgeben. Ich hab mich da eher zurueckgehalten und mir lieber die Kostueme angeschaut als selbst mein hart erspartes Geld dafuer auszugeben. Letztendlich wars aber ueberhaupt nicht schlimm NICHT aufzufallen, da alle gerne auffallen wollten. Bei den meisten hat es auch gut geklappt *g. N paar hab ich natuerlich fotografiert.

30. Oktober 2009

Johnston Canyon

Es hat ein wenig geschneit in Banff, aber das meiste ist schon wieder weg. Ein paar Kilometer von Banff weg liegt aber der Johnston Canyon, bei dem der Schnee und vor allem das Eis die Landschaft praegt. Der Mitbewohner von Sebastian (Jordan) und seine Freundin Jenny, Sebastian und ich, sind dort gestern zu den Wasser bzw. Eisfaellen gewandert. Teilweise waren die Wege so vereist, dass es Jenny oefters mal auf den Hintern gelegt hat. Nun ja, sie hatte auch unpassendes Schuhwerk an. Doch selbst mit Profil ist es schwer gewesen nicht auszurutschen. Es hat sich aber auf jeden fall gelohnt.
















Ich denke die Bilder sprechen fuer sich.
Die anderen Bilder (ohne Schnee) sind vom Vermilion Lake, der wohl im Sommer viel Familien anlockt. Aber auch jetzt bei der Kaelte fand ich ihn sehr schoen.